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Männerchor Eintracht beim Bundespräsidenten

Sänger aus Porz setzen Tradition fort

Berlin/Porz – Zum dritten Mal besuchte der Männerchor Eintracht Köln-Porz einen Bundespräsidenten. Im Schloss Bellevue, wo anschließend die 27 europäischen Staatschefs empfangen wurden, begeisterten die 36 Sänger Horst Köhler A capella mit dem klassischen Volkslied „Am Brunnen vor dem Tore“. Dirigent Heinz Walter Florin hatte seinen Chor hervorragend eingestimmt und noch vor Ort in Berlin zwei Proben angesetzt. Nachdem die Porzer Eintracht-Sänger schon vor den Präsidenten Roman Herzog und Johannes Rau gesungen hatten, vermittelte diesmal CDU-Bundestagsabgeordnete Ulla Heinen den Auftritt vor Horst Köhler. Gleichzeitig lud Heinen den Chor zu einer politischen Bildungsreise in die Hauptstadt ein, in dessen Verlauf auch der Reichstag samt Plenarsaal und Glaskuppel besichtigt wurden.

„Wir haben dem Bundespräsidenten natürlich auch unser Bravourstück „Bon jour mon Coeur“ - ein französisches Liebeslied - vorgetragen“, so Eintracht-Vorsitzender Friedel Bender. Er bedankte sich bei Köhler für die ehrenvolle Einladung. Nach dem knapp halbstündigen Liedvortrag diskutierte der Bundespräsident in der Empfangshalle von Schloss Bellevue mit den Sängern aus Porz. Dabei bekannte Horst Köhler, dass er als Jugendlicher in seiner Heimatstadt auch drei Jahre lang in einem Chor gesungen habe. So erkundigte sich Köhler auch nach öffentlichen Auftritten des Chores und fragte, ob die Eintracht Nachwuchsprobleme habe. Friedel Bender konnte hier auf die erfolgreiche öffentliche Werbung des Chores hinweisen, die ihm einige neue Mitglieder gebracht habe. Bender verwies darauf, dass der Chor durch seine zahlreichen internationalen Reisen und Auftritte überall in der Welt für Deutschland und sein Liedgut werbe. Der Bundespräsident lud nach dem Schlusslied „Muss i denn zum Städele hinaus“ zu einem Umtrunk mit lockerem Gespräch ein. Die Sänger nutzen die Gelegenheit, sich mit dem ersten Mann im Staat entspannt zu unterhalten. „Wir waren überrascht von der locker angenehmen Atmosphäre und dem Menschen Horst Köhler – ein Bundespräsident zum Anfassen“, meinten einige Chor-Mitglieder. Dabei entlockten sie dem Bundespräsidenten auch ein bisher streng gehütetes (Staats-) Geheimnis: Köhler wird demnächst eine Einladung von Oberbürgermeister Fritz Schramma annehmen und Köln offiziell besuchen, um sich ins Goldene Buch der Stadt einzutragen. Der Männerchor Eintracht hat dazu bereits jetzt die musikalische gesangliche Umrahmung zugesagt.